Warum

Warum ich kandidiere?

Es gibt Menschen, die wollen auf Teufel komm raus ein Amt haben und erst wenn sie es erreicht haben, schauen sie, was sie damit so anfangen können. Dann gibt es aber auch Menschen wie mich, die verstanden haben, dass sie bei der Umsetzung wichtiger Projekte nicht weiterkommen, wenn sie nicht das richtige Amt haben.

Prioritäten

 

Eine sehr wichtige Erfahrung, die ich in meinem langen Berufsleben in der öffentlichen Verwaltung und meiner kommunalpolitischen Tätigkeit gemacht habe ist, dass Du mit Deinen gut begründeten Ideen nur dann eine Chance auf Umsetzung hast, wenn an der Spitze der Verwaltung entsprechende Prioritäten gesetzt werden und eigene Erfahrungen mit dem Thema vorhanden sind

 

Zwei simple Beispiele, die uns seit Jahren beschäftigen: Du wirst einen vernünftig ausgestatteten und mit dem Campingboom bei entsprechenden Einnahmemöglichkeiten für Stadt, Gastro und Handel begründeten Wohnmobilstellplatz im Stadtgebiet nicht durchsetzten können, wenn die Bürgermeisterin nur Kreuzfahrten macht. Auch mit der gut begründeten Sinnhaftigkeit eines umzäunten Hundeauslaufbereichs wirst Du die Herrichtung eines solchen nicht erreichen, wenn die Bürgermeisterin keinen Hund hat. 

 

Will sagen, nur wenn Du die Prioritäten selbst setzt, hast Du Gewissheit. Die Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft hat viel zu lange gedauert. Wenn ich in der Walsroder Zeitung lese, dass erst jetzt die entsprechenden Daten vorgelägen hätten, muss ich an die Rentenreform denken. Der demografische Wandel hin zu einer älteren Gesellschaft ist ja erst vor ein paar Monaten bekannt geworden. Wir hätten schon längst die Initiative zum Bau von altengerechten bezahlbaren Wohnungen ergreifen müssen.

 

Die Widerstände im Rathaus und bei den anderen Parteien waren leider zu groß.

 

Es wird Zeit für neue Prioritäten, die alle Menschen im Blick haben.

 

Das Märchen vom gemeinsamen Kandidaten

 

Unsere aktuelle Bürgermeisterin war eine gemeinsame Kandidatin. Sie wurde bei ihren beiden Wahlen von den Parteien und Wählerlisten unterstützt. Ohne Frage war und ist sie eine sehr gute Bürgermeisterin für die Stadt Walsrode. Ihre Prioritäten lagen in der Gewerbe- und Stadtentwicklung. Ihr ist die Fusion mit Bomlitz zu verdanken, die uns als Stadt eine finanzielle Stärke und Größe gibt, von der andere Kommunen im Heidekreis nur träumen können. 

 

Durch Sie sind Fördermittel in die Stadt geflossen, wie zu keiner anderen Zeit. Wir müssen Helma Spöring dankbar sein. Insofern kann ich den Gedanken der politischen Akteure grundsätzlich verstehen, dieses erfolgreiche Modell mit einem gemeinsamen Kandidaten fortführen zu wollen.

 

Im Rat der Stadt Walsrode wird seit Jahren sachorientiert entschieden. Unabhängig von der Parteizugehörigkeit wird die Sinnhaftigkeit von Entscheidungen diskutiert und dann eine Entscheidung zum Wohle der Einwohnerinnen und Einwohner dieser Stadt getroffen. Das ist auch gut so und soll auch so bleiben.

 

Auch den neu zu wählenden Ratsmitgliedern sollte bewusst sein, dass sie von den Wählern ein Mandat erhalten werden, sich genau so zu verhalten.

 

Am 13. September 2026 haben die Wählerinnen und Wähler zu entscheiden. 

 

Als Demokrat sträubt sich aber alles in mir, wenn Parteien und Wählergemeinschaften gemeinsam den Wählern signalisieren, dass eine gute politische Zusammenarbeit im Stadtrat nur dann möglich sei, wenn der von ihnen auserkorene Kandidat ("Liebling der Parteien") gewählt wird.

 

Wenn Kandidaten für die Wahl in den Stadtrat solchen Vorgaben folgen, sollten sie über ihre Kandidatur nochmal nachdenken.

 

Das Märchen bleibt ein Märchen! Am Wahlabend muss der Wille der Wählerinnen und Wähler akzeptiert werden. Am Ende muss man mit denen tanzen, die auf der Tanzfläche sind.

 

PS: Die Blauen dürfen leider nicht mittanzen, da sie die Melodien unseres Grundgesetzes nicht verstehen wollen.

Weichenstellungen

 

In den nächsten Jahren werden wichtige Weichenstellungen für unsere Stadt vorgenommen werden müssen.

 

1. Welche Ausrichtung wird die Walsroder Wohnungsgesellschaft (WWG) in Zukunft haben. Bleibt der geplante Bau von altengerechtem Wohnraum mit Fördermittel an der Gänseweide eine Ausnahme? Wird die Gesellschaft auch allgemeinen geförderten Wohnraum schaffen? Warum gibt es eigentlich keinen "Runden Tisch" mit Experten zum Thema bezahlbares Wohnen? Diese Fragen will ich als Bürgermeister im Aufsichtsrat gerne stellen.

 

2. Nachnutzung des Klinik Altstandortes Walsrode

 

Die SPD-Fraktion im Stadrat hat unter meiner Führung die Schaffung barrierefreien Pflegeapartments durchgesetzt. Zudem soll in dem Gebäude eine spezielle Pflegeeinrichtung für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung betrieben werde. Das ist in einem Vertrag zwischen Stadt und HKK festgeschrieben. Als Bürgermeister werde ich diese Verpflichtungen durchsetzen.

 

3. Energieversorgung

 

Schon aktuell wird auf dem Gebiet der Stadt Walsrode so viel erneuerbare Energie produziert, dass wir uns eigentlich selbst versorgen könnten. Wir benötigen Energiespeicher und müssen das Thema "Wasserstoff" weiterdenken. Als Bürgermeister will ich diese Themen voranbringen.

 

4. Umgehungsstraße für Walsrode

 

Vor ein paar Monaten hat die SPD Fraktion im Stadtrat das Thema wieder auf den Tisch gebracht (siehe Startseite). Wir müssen das Thema offensiv angehen. Das will ich als Bürgermeister dieser Stadt gerne tun!

 

Diese Weichenstellungen sind mir zu wichtig und ich möchte sie daher nicht in die Hände anderer legen. Ich will die entsprechenden Prioritäten setzen!

 

5. Transparenz

 

Zu häufig werden Entscheidungen hinter verschlossenen Türen getroffen. Viel zu häufig wird vom Öffentlichkeitsgrundsatz abgewichen. "Die Sitzungen der Vertretung sind öffentlich, soweit nicht das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen Einzelner den Ausschluss der Öffentlichkeit erfordern." (§ 64 Abs. 1 Satz 1 NKomVG)

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